Juristische Dokumentation - Liegenschaften

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Abschreibung der Irpef zu 36 Prozent für die Wiedergewinnung

Charakteristiken:
Der Art. 1, Absätze von 1 bis 7 des G. Nr. 449 vom 27. Dezember 1997 und darauffolgende Abänderungen, sieht die Absetzung von 36 Prozent der geschuldeten Irpef vor, bis zur Erreichung des Betrages, der im Laufe der Jahre von 1998 getragenen Ausgaben, die effektiv zu Lasten des Steuerzahlers geblieben sind und sich auf Wiedergewinnungsarbeiten beziehen, welche auf gemeinschaftlichen Teilen von Wohnhäusern bzw. auf die einzelnen Wohneinheiten jeglicher Kategorie auch landwirtschaftlichen Gebäuden durchgeführt wurden
Infolge der von den Haushaltsgesetzen 2008 und 2009 eingeführten Änderungen:
– wurde die Frist für den Genuss des Steuerabzugs von 36 Prozent der für die Rückgewinnung des Baubestands getragenen Ausgaben bis zum 31. Dezember 2011 verlängert;
– wurde der Steuerabzug auf die für den Kauf von Baufirmen oder Sanierungsfirmen oder Baugenossenschaften (Begünstigung, die nicht für das Jahr 2007 verlängert worden war) sanierten Immobilien getragenen Ausgaben erneut eingeführt. Diese Begünstigung ist auf Wohnungen anwendbar, die zu Gebäuden gehören, die zwischen dem 01. Januar 2008 und dem 31. Dezember 2011 vollständig saniert und binnen dem 30. Juni 2012 erworben werden.

Begünstigte Personen:
Die Absetzung steht allen passiven IRPEF-Subjekten zu, welche im Staatsgebiet ansässig sind oder auch nicht und eine Liegenschaft besitzen und zwar als Eigentum oder aufgrund eines sonstigen rechtsgültigen Titels (wie zum Beispiel Besitz, sonstiges Sachenrecht, staatliche Konzession, Mietverhältnis oder Leihvertrag), auf welcher die Wiedergewinnungsarbeiten durchgeführt wurden. Die Absetzung steht auch dem Familienmitglied zu, das mit dem Besitzer oder dem Eigentümer der Immobilie in welcher Wiedergewinnungsarbeiten vorgenommen werden, zusammenlebt, Voraussetzung ist, dass dieses Familienmitglied die Ausgaben trägt und die Rechnungen, sowie die Gutschriften auf seinen Namen lauten.

Zulässige Kosten:
für die folgenden Kategorien von Bausanierungsarbeiten kann die genannte Absetzung angewandt werden:
für die ordentliche Instandhaltung (nur auf gemeinsamen Teilen der Wohnanlagen);
für die außerordentliche Instandhaltung;
für die Sanierungsarbeiten zur Erhaltung des Gebäudes;
für Umbauarbeiten;
für die Beseitigung von architektonischen Barrieren (für diese Auslagen kann man nicht gleichzeitig die Absetzung für Auslagen für die Gesundheit beanspruchen, die für einige Fälle vorgesehen ist);
für die Verkabelung an Gebäuden;
für die Einschränkung der Lärmbelastung;
für das Einsparen von Energie;
für die statische Sicherheit und Erdbebensicherung der Gebäude;
für die Ausführung von Arbeiten in den Gebäuden, welche aufgrund der geltenden Vorschriften ausgeführt werden müssen;
für Arbeiten innerhalb der Gebäude;
für die Sicherung der Gebäude vor illegalen Handlungen Dritter;
für vorbeugende Maßnahmen gegen Haushaltsunfälle;
für den Bau von angrenzenden Parkplätzen;
für Ausgaben, die für die Instandhaltung und den Schutz der Wälder getragen wurden;
für die Bonifizierungsarbeiten von Asbest.
Unter die Ausgaben, welche Anrecht auf Absetzung geben, fallen jene welche für folgendes getragen worden sind:
für die Projekte zur Arbeitsdurchführung;
für die Anschaffung von Material;
für die Durchführung der Arbeiten;
für die Ausführung sonstiger fachlicher Arbeiten, welche für diesen Eingriff notwendig sind;
für den Bericht über die Übereinstimmung der durchzuführenden Arbeiten mit den geltenden Vorschriften;
für Schätzungen und Lokalaugenscheine;
für die Mehrwertsteuer, die Stempelsteuer und die für die Konzessionen, Ermächtigungen und Meldungen über den Beginn der Arbeiten;
für die Aufwendungen hinsichtlich der städtischen Raumgestaltung;
für die obligatorische Dokumentation als Beweis der statischen Sicherheit des Bauvermögens;
für sonstige Kosten, die direkt mit der Durchführung der Wiedergewinnungsarbeiten in Zusammenhang stehen und für Verpflichtungen, welche vom Reglement Nr. 41 vom 18. Februar 1998 vorgesehen sind.

Auch die Käufer von dazugehörenden, bereits gebauten Garagen und Autoabstellplätzen können die Begünstigung in Anspruch nehmen. Allerdings steht die Absetzung ausschließlich für die Bauausgaben zu, die vom Verkäufer bestätigt sein müssen. In diesem Fall kann der Mitteilungsvordruck an das Centro di Servizio di Pescara auch nach dem Beginn der Arbeiten (die vom Konzessionär bzw. vom der Baufirma durchgeführt werden), aber innerhalb dem Einreichungsdatum der Steuererklärung jenes Besteuerungszeitraumes übermittelt werden, während dem der Absetzbetrag in Anspruch genommen werden möchte.

In diesem letztem Zusammenhang stellen wir fest, dass der Beschluss der Agentur für Einnahmen Nr. 38/E vom 8 Februar 2008 präzisiert, dass falls der definitive Akt für den Kauf von einer Garage im nachhinein von der Bezahlung von eventuellen Akontozahlungen abgeschlossen wird, die Abschreibung der Steuer in Bezug zu den in Anzahlung gemachten Zahlungen zusteht, bis der Höchstbetrag den die Baufirma für die Garage angibt, erreicht wird, mit der Bedingung, dass der Kaufvorvertrag regulär registriert wurde und aus diesem hervorgeht, dass die Garage und das Wohnhaus zusammenhängen.
Es wird also keine Abschreibung gewährt, falls der Käufer die Kosten für die Errichtung der Garage bezahlt, bevor er einen notariellen Akt unterzeichnet und auch kein registrierter Kaufvorvertrag besteht.

Erleichterung:
Der Höchstbetrag der Ausgaben beträgt Euro 48.000,00.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Höchstgrenze der Ausgaben, die ab 1. Oktober 2006 getragen wurden, sich nur auf die einzelne Immobilieneinheit bezieht, in welcher Wiederherstellungsarbeiten durchgeführt wurden und dass demzufolge, falls mehrere Subjekte Anspruch auf den Absetzbetrag haben (Mitbesitzer usw.), die Höchstgrenze der Ausgaben von 48.000,00 Euro unter diesen aufzuteilen ist.
Wurden die Arbeiten bereits in den Vorjahren begonnen, sind für die Ermittlung der Höchstgrenze der abzugsfähigen Ausgaben, die in den Vorjahren getragenen Ausgaben zu berücksichtigen. Für die Ausgaben von Arbeiten, die im Laufe des Jahres 2008 getragen aber in den Vorjahren begonnen wurden, kann die Begünstigung nur dann in Anspruch genommen werden, wenn die entsprechende Absetzung, die Höchstgrenze von 48.000,00 Euro nicht überschritten hat.
Die Absetzung muss in 10 Raten gleichen Betrages aufgeteilt werden.
Es wird daran erinnert, dass ab Jahr 2003, Steuerzahler unter 75 Jahren, die Inhaber eines dinglichen Rechts einer Immobilie sind, in welcher Bauarbeiten durchgeführt wurden (die Mieter und Entleiher ausgenommen), können auch eine andere Ratenaufteilung wählen. Im Besonderen:
•Subjekte, die zum 31. Dezember 2008, das 75. Lebensjahr vollendet haben, können die Aufteilung in 5 Jahresraten gleichen Betrages wählen;
•Subjekte, die zum 31. Dezember 2008, das 80. Lebensjahrvollendet haben, können die Aufteilung in 3 bzw. 5 Jahresraten gleichen Betrages wählen.
Im Falle eines Verkaufs bzw. einer Schenkung noch ehe der Absetzbetrag zur Gänze in Anspruch genommen werden konnte, wird der Anspruch auf den Absetzbetrag auf den Käufer bzw. auf den Beschenkten übertragen. Sollte der Inhaber des Abzugsrechtes ableben, wird das Abzugsrecht ausschließlich auf den Erben übertragen, welcher materieller und direkter Besitzer des Gutes ist. Wurden die Ausgaben vom Mieter bzw. vom Entleiher getragen, verfällt durch die Aufhebung des Miet- bzw. Leihvertrages nicht der Anspruch auf den Absetzbetrag des Mieters bzw. Entleihers.

Erfüllungen:
Die Absetzung kann ab jener Einkommenserklärung in Anspruch genommen werden, die sich auf das Jahr bezieht, während dem die Ausgaben getragen wurden und unter der Voraussetzung dass:
•der Steuerzahler dem zuständigen Amt im Voraus für jede einzelne Immobilieneinheit, welche Gegenstand der durchzuführenden Arbeiten ist und die im Kataster eingetragen ist bzw. für welche ein Ansuchen auf Katastereintragung gemacht wurde, eine Mitteilung über den Beginn der Arbeiten macht.
Aus der Mitteilung, welche auf einem eigenen Vordruck abzufassen ist, muss das Datum hervorgehen an dem die Arbeiten beginnen und in der Anlage müssen die vorgeschriebenen Unterlagen beigelegt werden oder eine Ersatzerklärung der Notorietätsurkunde, in welcher der Besitz der Unterlagen selbst bestätigt wird.
Da diese Dienstzentren ab 1. Januar 2002 allmählich abgeschafft wurden, sind alle Anträge an folgende Adresse zu übermitteln: Agenzia delle Entrate, Centro Operativo di Pescara, via Rio Sparto 21 – 65100 Pescara.
• die Ausgaben mittels Banküberweisung gezahlt werden, aus welcher der Zahlungsgrund, die Steuernummer des Begünstigten der Absetzung und die Mehrwertsteuernummer bzw. Steuernummer des Subjektes, zu Gunsten dessen die Banküberweisung, im Sinne der Regelung Nr. 41 vom 18. Februar 1998, welche die Bestimmungen des Art. 1 des G. 449/97 in Kraft setzt, gemacht wurde, hervorgehen;
• für die ab 4. Juli 2006 getragenen Ausgaben, muss aus den Rechnungen des Unternehmens, welches die Arbeiten durchführt, getrennt der Ausgabenbetrag für die Arbeitsleistung hervorgehen.
Es wird darauf hingewiesen, dass folgende Vorfälle nicht mittels Banküberweisung belegt sein müssen:
die Ausgaben der Aufwendungen für die Urbanisierung;
die Steuereinbehalte auf die Vergütungen;
die Stempelsteuer;
die Gebühren, welche für die Konzessionen, die Genehmigungen und die Meldungen über den Arbeitsbeginn getragen wurden.
Es wird klargestellt, dass die Übermittlung der Meldung über den Beginn der Arbeiten an das Dienstzentrum noch vor dem tatsächlichen Beginn der Wiedergewinnungsarbeiten gemacht werden muss, aber nicht unbedingt vor Bezahlung der entsprechenden Ausgaben. Einige Zahlungen können nämlich noch vor der Übermittlung der Meldung gemacht worden sein, wie zum Beispiel bei Ausgaben, die zur Genehmigung der durchzuführenden Arbeiten getragen wurden.

Ausgaben, die für den Kauf oder die Zuweisung von Immobilien getragen wurden, die Teil von umgebauten Gebäuden sind
Ab dem Jahr 2002 steht die Absetzung auch für den Kauf bzw. die Zuweisung von Immobilieneinheiten zu, die Teil eines Gebäudes sind, das von Bauunternehmen bzw. von Baugenossenschaften umgebaut bzw. saniert wurde.
Der Käufer oder Empfänger der Immobilie kann einen Absetzbetrag von 36 Prozent bzw. 41 Prozent in Anspruch nehmen, der auf den Pauschalbetrag von gleich 25 Prozent des Kaufs- bzw. Zuweisungspreises der Immobilie zu berechnen und dem Kauf- bzw. Zuweisungsvertrag zu entnehmen ist.
Der Absetzbetrag steht im Ausmaß von 36% zu, wenn die Notariatsurkunde vom 1. Januar 2008 bis 30. Juni 2012 erfolgt, vorausgesetzt, dass die Sanierungsarbeiten vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2011 ausgeführt werden.
Die Inanspruchnahme dieses Absetzbetrages wird bis zu einer festgelegten Ausgabenbegrenzung unter der Bedingung anerkannt, dass die Restaurierungsarbeiten des ganzen Gebäudes innerhalb einer festgesetzten Frist beendet wurden bzw. beendet werden.
Der Betrag von 25 Prozent des Kaufs- bzw. Zuweisungspreises kann die Höchstgrenze von 48.000,00 Euro nicht überschreiten, für den Fall, dass der Kauf oder die Zuweisung vom 01. Januar 2008 bis 30. Juni 2012 erfolgt und die Sanierungsarbeiten vom 01. Januar 2008 bis 31. Dezember 2011 abgeschlossen sind.
Es wird darauf hingewiesen, dass für die Käufe oder Zuweisungen vom 1. Januar 2008 bis 30. Juni 2012 die Ausgabengrenze, auf die der Prozentsatz angewendet wird, sich auf die einzelne Immobilieneinheit bezieht und somit die Ausgabengrenze von 48.000 Euro bei mehreren abzugsberichtigten Personen (Miteigentümer, usw.) unter diesen aufgeteilt werden muss.
Die Absetzung muss in der Steuererklärung bezüglich des Jahres genossen werden, in dem der Verkaufvertrag abgeschlossen oder die Zuweisung der Wohnung erhalten wurde. Für den Fall, dass Anzahlungen geleistet wurden, müssen die Absetzungen in den Steuererklärungen bezüglich der Jahre genossen werden, in denen die Zahlungen der Anzahlungen geleistet wurden.
Es wird daran erinnert, dass die Akontozahlungen, für welche in den Vorjahren die Absetzung in Anspruch genommen wurde, zur Erzielung der Höchstgrenze von 48.000,00 Euro beitragen. Deshalb wird im Abschlussjahr des Kaufvertrages, der Gesamtbetrag, auf dem die genannte Absetzung berechnet wird, aus dem Höchstbetrag nach Absetzung der entsprechenden Akontozahlungen bestehen, die bereits für die Anerkennung der Begünstigung in Betracht gezogen wurden.
Die Absetzung muss in 10 Jahresraten gleichen Betrages aufgeteilt werden. Steuerzahler, die noch nicht das 75. und 80. Lebensalter erreicht haben, können den Absetzbetrag in 5 und 3 Jahresraten gleichen Betrages aufteilen. Diese Aufteilungsart kann auch für Ausgaben der Vorjahre beansprucht werden.

Notariatskanzlei - Notar Dr. Walter Crepaz - Notar Dr. Elena Lanzi LA DETRAZIONE IRPEF DEL 36% PER GLI INTERVENTI DI RECUPERO Via Alto Adige 40 - 39100 Bolzano Alto Adige Italia info@crepazlanzi.it Tel +39 0471 97 55 85 / +39 0471 22 33 44 - Fax +39 0471 97 11 13